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Leberentgiftungim Gejirn - Depression

Leberentgiftung - Gallenkreislauf und Gallensäuren

Die Leber und die Galle spielen eine entscheidende Rolle bei der Fettverdauung und der Ausscheidung von Toxinen. Ein gleichmäßiger Gallenfluss ist wichtig, da Ungleichgewichte oder Stagnationen zu gesundheitlichen Problemen, einschließlich der Bildung von Gallensteinen, führen können.
Der sog. enterohepatische Kreislauf hat einen vielfältigen und wichtigen Einfluss auf die Gesamtgesundheit. Er wird auch als Darm-Leber-Kreislauf bezeichnet und beschreibt den Prozess, bei dem Substanzen – insbesondere Gallensäuren und Salze – ausgeschieden, zirkuliert und zum großen Teil wieder aufgenommen werden.

Fettverdauung und Aufnahme fettlöslicher Vitamine
Der enterohepatische Kreislauf ist fundamental für die Verdauung und Aufnahme von Fetten. Gallensäuren spalten große Fetttröpfchen durch Emulgierung in kleinere auf und vergrößern so die Oberfläche für Verdauungsenzyme. Gallensalze ermöglichen den Transport der Produkte der Fettverdauung.
Ohne Gallensalze können die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K nicht absorbiert werden. Ein Mangel dieser Vitamine kann auf einen gestörten Gallenfluss oder eine gestörte Zusammensetzung der Galle hinweisen.

Ausscheidung von Abfallprodukten und Toxinen
Die Leber nutzt die Galle als Ausscheidungsflüssigkeit, um Abfallprodukte wie Bilirubin (ein Abbauprodukt des Hämoglobins, welches dem Stuhl seine dunkle Farbe verleiht) und Cholesterin (welches durch seine Umwandlung in Gallensäuren zur Aufrechterhaltung der Cholesterinhomöostase beiträgt) sowie Toxine aus dem Körper zu entfernen.
Auch metabolisierte Hormone und (konjugierte) Toxine werden über die Galle ausgeschieden. Wenn nicht genug Galle fließt, versagt der Abtransport von Giftstoffen aus der Leber.

Die Bedeutung von Bitterstoffen für Leber und Galle
Bitterstoffe haben eine wichtige physiologische Wirkung: Sie regen die Produktion von Speichel, Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung und Lebergesundheit
Bitterstoffe für die Leberentgiftungim
Recycling und Umwandlung von Gallensäuren
Die Leber kann nur begrenzt neue Gallensäuren synthetisieren. Daher werden etwa 90–95 % der Gallensäuren im enterohepatischen Kreislauf aus dem Darm resorbiert und zur Leber zurücktransportiert, wo sie erneut verfügbar sind. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Umwandlung von Gallensäuren durch Darmbakterien.
Primäre Gallensäuren, die in der Leber synthetisiert werden (wie z.B. CA und CDCA), gelangen in den Darm, wo sie von Bakterien in sekundäre Gallensäuren umgewandelt werden. Diese sekundären Gallensäuren werden resorbiert und in der Leber zu tertiären Gallensäuren konjugiert (zum Beispiel TUDCA).

Einfluss auf die Gallenblase und Gallensteine
Die Galle wird in der Gallenblase eingedickt und gespeichert, um bei Bedarf – beispielsweise nach der Nahrungsaufnahme – in den Darm abgegeben zu werden. Ist die Zusammensetzung der Galle unausgeglichen, insbesondere wenn sie zu viel Cholesterin und zu wenig Phospholipide (wie Phosphatidylcholin, PC) und Gallensalze (wie Tauroursodeoxycholsäure -> TUDCA) enthält, kann dies zu einer Übersättigung der Galle mit Cholesterin führen. Das begünstigt die Kristallisation und Bildung von Gallensteinen oder „Gries”.
Ein Mangel an PC, Gallensäuren und Salzen kann dazu führen, dass die Galle nicht richtig fließt, was eine Stagnation (Cholestase) verursachen kann. Eine Cholestase erhöht das Risiko für entzündliche Erkrankungen der Gallengänge (Cholangitis).

Bedeutung der Darmbakterien
Für die Deokonjugierung und Umwandlung von primären Gallensäuren in sekundäre sind spezifische Darmbakterien (insbesondere Firmicutes wie Clostridium, Lachnospiraceae, Ruminococcaceae sowie Bacteroides, Escherichia und Eubacterium) notwendig. Ohne die richtigen Darmbakterien gibt es keine oder zu wenige sekundäre Gallensäuren wie UDCA und folglich auch keine tertiären wie TUDCA.
Studien zeigen, dass bei Darmerkrankungen (IBD) eine Dysbiose mit weniger Firmicutes und verringerter Gallensäure-Dekonjugation auftritt. Dies führt zu mehr primären (toxischen) und weniger sekundären (nützlichen) Gallensäuren.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein reibungslos funktionierender enterohepatischer Kreislauf, unterstützt durch eine gesunde Darmflora, ausreichende Mengen an Phospholipiden (PC) und Gallensäuren (insbesondere die protektiven hydrophilen Varianten wie TUDCA/UDCA) sowie einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel und genügend Vitamin C, entscheidend ist für eine effiziente Verdauung von Fetten, die Aufnahme wichtiger fettlöslicher Vitamine, die effektive Ausscheidung von Abfallprodukten und Toxinen aus der Leber, die Aufrechterhaltung der Leberzellintegrität und die Prävention von Gallenstauungen, Gallensteinen und Entzündungen der Gallenwege.
Wenn die Galle nicht (richtig) fließt, bedeutet das "Stress" für den Körper.

     

Quellangaben / Links

Tauroursodesoxycholsäure (TUDCA) fördert die Leberregeneration und lindert Fibrose durch GATA3-Aktivierung (englisch)
Neuroinflammation
Stressbewältigung und Vitalstoffe
Elektrosmog und das Nervensystem - Sympathikus und Parasympathikus

     
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